Artikel-Schlagworte: „Urheberrecht“
Heute bei Heise gelesen, dass Neuseeland, auf einen Satz zusammengedampft, sich auch zu einem Gesetz durchgerungen hat, dass Provider verpflichtet, Internetnutzer vom Netz nehmen, denen ein Urheberrechtsverstoß vorgeworfen wird.
Ich formuliere es anders: Die Rechteverwertungsmafia behauptet, ich würde Dateien tauschen, daher wird mein Internetzugang gesperrt. Auf die, zumindest für Nicht-Musikindustrie-Mitarbeiter, berechtigte Frage nach Beweissituation antwortete etwa Campbell Smith, der Chef des Musikindustrieverbandes Recording Industry Association of New Zealand (RIANZ), dass es doch geradezu “lächerlich” sei, wenn ein Benutzer in solch einem Fall von einem Provider Beweise fordern würde, die man “unmöglich” beibringen könne.
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Financial Times Deutschland und der Spiegel berichten heute darüber, dass die Verwertungsindustrie (rückwirkend für fünf Jahre) eine Art Urheberrechtsabgabe von den PC Herstellern verlangen will. In der Beründung heißt es: “PC[s] mit eingebauter Festplatte sind erkennbar dazu bestimmt, Fernsehfilme zum privaten Gebrauch zu vervielfältigen [...]“. Der Fakt, das der weitaus größte Teil aller Rechner simplen Geschäftszwecken dienen, blieb dabei offenbar außer Acht.
Ich fasse das also mal mit eigenen Worten zusammen:
Man wird bereits bei Erwerb der Sache (Computer) dafür bestraft, dass man etwas illegales damit anstellen könnte und dann nochmal, wenn man es wirklich tut! (Denn die Industrie wird deshalb nicht aufhöhren, auch noch den letzen Verbrecher, der es wagt seine gekaufte Un-CD in mp3 umzuwandeln um sie hören zu können, zu jagen und hundertausende von Euros Schadenersatz zu verklagen.)
Mit der selben Logik (und das ist jetzt nicht einmal sarkastisch) könnte man doch von jedem Autokaeufer bei Erwerb des neuen Vehikels pauschal 500 Euro fuer potenzielle Geschwindigkeitsuebertretungen verlangen. Ein Auto das 250 km/h faeht ist schliesslich dafuer praedestiniert. Sollte es dann aber wirklich vorkommen, wird freilich nochmal zur Kasse geben.
