Archiv für die Kategorie „Medien“
Nachdem Jörg Tauss heute, drei Wochen vor Ablauf seiner Immunität ebendiese aberkannt bekommen hat, was allein für Schlagzeilen reicht, stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit.
Kann es sein, dass hier eine Kampagne gefahren wird?
Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Pietzsch, der im Gegensatz zu Tauss bereits rechtskräftig wegen des Besitzes von KiPo-Material verurteilt ist, leugnet seine Schuld und sagt, er hätte nur in der Szene recherchiert. Ihm wurde von den Parteifreunden geglaubt, auch nach der Verurteilung. Er verabschiedete sich in allen Ehren wegen gesundheitlicher Gründer aus dem Landtag. Kann sich jemand an das Presseecho erinnern? Ich auch nicht. Google kennt 316 Dokumente, die zu “Thomas Pietzsch Kinderporno” angezeigt werden.
Im Fall von Tauss dem verglichen mit Pietzsch Peanuts vorgeworfen werden, soll das gleich ein ganze Partei in den Abgrund ziehen? Piraten = Kinderpornokonsumenten? Wer hat das denn damals für die CDU behauptet?
Ach übrigens, “Jörg Tauss Kinderporno” zeigt ca. 121.000 Treffer an. Die Frage ist nur, was ist hier Henne und was ist Ei.
Wie geil ist der denn! Sehr schöner Beitrag auf koentopp.de
Rupert Scholz und mit ihm die Partei, die er repräsentiert, stehen für diese Welt der Zurückgebliebenen. Wir nennen sie Alte Männer mit Kugelschreibern oder Internetausdrucker. Wir wissen nicht, wie wir mit ihnen reden sollen und wie wir ihnen unsere Welt erklären sollen, und wir hoffen, daß es eine biologische Lösung für dieses Problem gibt.
Danke Kristian Köhntopp!
Heute bei Heise gelesen, dass Neuseeland, auf einen Satz zusammengedampft, sich auch zu einem Gesetz durchgerungen hat, dass Provider verpflichtet, Internetnutzer vom Netz nehmen, denen ein Urheberrechtsverstoß vorgeworfen wird.
Ich formuliere es anders: Die Rechteverwertungsmafia behauptet, ich würde Dateien tauschen, daher wird mein Internetzugang gesperrt. Auf die, zumindest für Nicht-Musikindustrie-Mitarbeiter, berechtigte Frage nach Beweissituation antwortete etwa Campbell Smith, der Chef des Musikindustrieverbandes Recording Industry Association of New Zealand (RIANZ), dass es doch geradezu “lächerlich” sei, wenn ein Benutzer in solch einem Fall von einem Provider Beweise fordern würde, die man “unmöglich” beibringen könne.
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Blattkritik! Na ja, wenn es nichts zu kritisieren gibt, dann muss man eben loben, wenn’s sein muss auch die Bild. So oder so ähnlich muss es sich im Oberstübchen des designierten Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier wohl am Montag morgen abgespielt haben. Aber vielleicht war doch noch viel mehr Berechnung im Spiel.
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Seit Montag kann man Cuil nutzen, um zu finden was man sucht. Ein guter Ansatz für ein besseres Internet oder doch bloß ein Ofen für Venture Capital? Ich hab mir da mal so meine Gedanken gemacht. Die gibts ausnahmsweise nicht direkt hier, sondern in den SEO-Notes.
Die Inspiration und der Namesgeber dieses Blogs ist tot. Am Sonntag, 22. Juni 2008 ist George Carlin, der wahrscheinlich “großte Standup-Comedian aller Zeiten” im Alter von nur 71 Jahren in Santa Monica gestorben.
Das Enfant terrible der amerikanischen Comedy konnte auf eine fast 50-jährige Karriere zurückblicken und war bis zuletzt aktiv. Diesen Beitrag weiterlesen »
Financial Times Deutschland und der Spiegel berichten heute darüber, dass die Verwertungsindustrie (rückwirkend für fünf Jahre) eine Art Urheberrechtsabgabe von den PC Herstellern verlangen will. In der Beründung heißt es: “PC[s] mit eingebauter Festplatte sind erkennbar dazu bestimmt, Fernsehfilme zum privaten Gebrauch zu vervielfältigen [...]“. Der Fakt, das der weitaus größte Teil aller Rechner simplen Geschäftszwecken dienen, blieb dabei offenbar außer Acht.
Ich fasse das also mal mit eigenen Worten zusammen:
Man wird bereits bei Erwerb der Sache (Computer) dafür bestraft, dass man etwas illegales damit anstellen könnte und dann nochmal, wenn man es wirklich tut! (Denn die Industrie wird deshalb nicht aufhöhren, auch noch den letzen Verbrecher, der es wagt seine gekaufte Un-CD in mp3 umzuwandeln um sie hören zu können, zu jagen und hundertausende von Euros Schadenersatz zu verklagen.)
Mit der selben Logik (und das ist jetzt nicht einmal sarkastisch) könnte man doch von jedem Autokaeufer bei Erwerb des neuen Vehikels pauschal 500 Euro fuer potenzielle Geschwindigkeitsuebertretungen verlangen. Ein Auto das 250 km/h faeht ist schliesslich dafuer praedestiniert. Sollte es dann aber wirklich vorkommen, wird freilich nochmal zur Kasse geben.
