Die Erde als Schwarzes Loch

Astrodokus auf Nxx (kann man sich aussuchen, ob tv oder 24), ich schaue die ja mit wirklicher Begeisterung. Nicht unbedingt, weil sie so informativ sind, sondern weil es ein Paradebeispiel dafür ist, wie sehr ein Thema, dass nur sehr schwer visuell zu unterlegen ist (es gibt einfach keine Filmaufnahmen einer Supernova) und noch dazu primär mathematisch und damit “antitelegen” funktioniert, für die seichte Abendunterhaltung aufzubereiten ist.

In sich ständig um sich selbst drehenden Aussageketten werden abwechselnd Michio Kaku, Alex Filipenko und Amy Mainzer, die nebenbei gesagt tatsächlich eine Top-Wissenschaftlerin ist und nicht Top Model und CGIs von explodierenden Sternen und der naiven Vorstellung des Urknalls miteinander vermischt, während der Off-Sprecher irgendwelche Superlative aufzählt. Das alles kommt ohne Fachterminologie oder Mathematik aus. Das Problem ist, Astronomie kommt nicht ohne Fachtermini oder zumindest mathematische Basics aus.

Beispiel Schwarze Löcher
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Drei Streichhölzer hinter die Scheibenwischer

Ich will eigentlich gar nicht anfangen, mich als Physikinteressierter, aber immernoch Laie, über die Physik in Hollywoodfilmen lustig machen, aber es gibt Sachen, die müssen mal gesagt werden.
Da gibt es diesen Film, The Core – der Innere Kern, wow, hat den schon mal jemand gesehen? DAS ist das gravierendste Beispiel für „ich mache einen Film über Physik, aber ich habe KEINE Ahnung davon“. Neben den an vielen Stellen bereits aufgezählten 1420 Physik-Fehlern (Gravitationsfeld schirmt Mikrowellenstrahlung ab … aha!), die der Film hat, ist eine Sache wirklich so gravierend, dass ich das mal kurz erhellen will auch weil mein Kopf sonst platzt. (alle Werte sind grob gerundet!):
Irgendwie mitten in der „Handlung“ kommt es zur Sprache, die letzte der fünf 200-Megatonnen-Bomben reicht wohl nicht aus, um den Kern wieder in Drehung zu versetzen, also wird das verblieben Spaltmaterial des Antriebs neben die Bombe gestellt, um deren Wirkung zu verstärken.
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Feuerwehr Lemgo – taugt zu nichts Gutem

Falls noch jemand diesen interessanten Artikel in der LZ über unser Feuerchen am Samstag gelesen hat: Zur Klarstellung, es handelte sich natürlich um ein geplantes und kontrolliertes Feuer zum Verbrennen von Stroh, genehmigt vor der zuständigen Landwirtschaftskammer in Brakel und ordnungsgemäß angemeldet. Die Genehmigung musste im Original bei der Feuerwehr Lemgo eingereicht werden und konnte daher nicht vor Ort mitgeführt werden. Ist auch Blödsinn, es ist doch sinnvoller die Feuerwehr im Vorfeld zu informieren und nicht erst vor Ort. Weiterlesen

Pandemie und die Heilsbringer

Mir sind die Unterschiede zwischen Medikamenten und Impfstoffen durchaus klar. Auch ist mir klar, dass der Zulassungsprozess bei Impfstoffen zeitnah abgeschlossen werden muss, am besten bevor sich die Krankheit wieder erledigt hat. Denn dann würde das Pharmaunternehmen ja keinen Umsatz mehr mit dem Zeug machen können.
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Hetzkampagne – selbst wenn er schuldig ist!

Nachdem Jörg Tauss heute, drei Wochen vor Ablauf seiner Immunität ebendiese aberkannt bekommen hat, was allein für Schlagzeilen reicht, stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit.
Kann es sein, dass hier eine Kampagne gefahren wird?
Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Pietzsch, der im Gegensatz zu Tauss bereits rechtskräftig wegen des Besitzes von KiPo-Material verurteilt ist, leugnet seine Schuld und sagt, er hätte nur in der Szene recherchiert. Ihm wurde von den Parteifreunden geglaubt, auch nach der Verurteilung. Er verabschiedete sich in allen Ehren wegen gesundheitlicher Gründer aus dem Landtag. Kann sich jemand an das Presseecho erinnern? Ich auch nicht. Google kennt 316 Dokumente, die zu “Thomas Pietzsch Kinderporno” angezeigt werden.
Im Fall von Tauss dem verglichen mit Pietzsch Peanuts vorgeworfen werden, soll das gleich ein ganze Partei in den Abgrund ziehen? Piraten = Kinderpornokonsumenten? Wer hat das denn damals für die CDU behauptet?

Ach übrigens, “Jörg Tauss Kinderporno” zeigt ca. 121.000 Treffer an. Die Frage ist nur, was ist hier Henne und was ist Ei.

Die unsägliche Dummheit der U. v. d. Leyen

Bereits vor dem Amtsantritt unserer so genannten Bundesfamilienministerin, deren Funktion ich stets als komplex und damit problematisch und sie als die klassische Fehlbesetzung für eine verantwortungsvolle Position wie diese angesehen habe, war ich nicht davon überzeugt, dass diese Person irgendetwas außer “Kinderkriegen” kann.

Aber was sich dieser (und jetzt wird Tacheles geredet Frau von der Leyen,) an Inkompetenz kaum zu übertreffende Bahlsen-Brutkasten (hier nur kurz “Strunzdummuschi” genannt) da zuletzt erlaubt hat, verlangt nach einer saftigen “Zurückbeleidigung”.
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Datenschutz bei der Bahn – Recht mal anders

Datenschutz wird in deutschen Unternehmen ja bekanntlich groß geschrieben, also der Schutz der eigenen Daten, nicht etwa der Datenschutz, der das Recht auf informelle Selbstbestimmung beispielsweise der Mitarbeiter betrifft.
Da werden zum Beispiel bei der Bahn 173.000 Mitarbeiter pauschal der Korruption verdächtigt und deren persönlichste Daten im Stile einer polizeilichen Rasterfahndung ausgewertet und verglichen. Die Chefs der Bahn können darin nichts unrechtes erkennen. Vertrauen? Arbeitsklima?, egal, wer hier arbeitet, muss damit rechnen, solange als kriminell zu gelten, bis das Gegenteil bewiesen wurde und wie sollte man das beweisen, ohne sensible persönliche Daten auszuwerten. Also liebe Bahner, da ging es nur um euch, um den Beweis, dass Ihr euch nichts habt zu Schulden kommen lassen.

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Unschuldsvermutung Adé

Heute bei Heise gelesen, dass Neuseeland, auf einen Satz zusammengedampft, sich auch zu einem Gesetz durchgerungen hat, dass Provider verpflichtet, Internetnutzer vom Netz nehmen, denen ein Urheberrechtsverstoß vorgeworfen wird.

Ich formuliere es anders: Die Rechteverwertungsmafia behauptet, ich würde Dateien tauschen, daher wird mein Internetzugang gesperrt. Auf die, zumindest für Nicht-Musikindustrie-Mitarbeiter, berechtigte Frage nach Beweissituation antwortete etwa Campbell Smith, der Chef des Musikindustrieverbandes Recording Industry Association of New Zealand (RIANZ), dass es doch geradezu “lächerlich” sei, wenn ein Benutzer in solch einem Fall von einem Provider Beweise fordern würde, die man “unmöglich” beibringen könne.
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Passbilder endlich in 3D

Die Bundesdruckerei hat heute eine Kooperation mit dem koreanischen Technologieunternehmen Samsung Mobile Display bekanntgegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll ein ePass der nächsten Generation entstehen, der auf einem hauchdünnen Display ein dreidimensionales Bild/Filmchen des Ausweisbesitzers anzeigen. Ausreichendes technisches Equipment zum auslesen der Ausweises natürlich vorausgesetzt. Wer sich jetzt denkt: Die lassen sich immer wieder neuen Unsinn einfallen, um den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen, der irrt, das hat alles Hand und Fuß. Getreu dem Motto: wir  machen es, weil es machbar ist. Weiterlesen