Der Skandal um Streetview

Der Skandal um Google Streetview ist längst nicht mehr der, dass Kamerafahrzeuge eventuell unsere Häuserfronten einmal abfilmen und dabei die eine oder andere Person mit aufnehmen, sondern eigentlich, dass 98% der Kritiker bislang nicht annähernd kapiert haben, was Streetview überhaupt ist.

Also ganz knapp zusammengefasst:
Nein, es gibt keinen „Live-View“
Nein, man kann nicht nach Bildern von Personen suchen

Liebe Medien, lasst dieses Kaspertheather! Bei Satellitenaufnahmen, die „wirklich“ Einblicke in Grundstücke gewähren und ständig aktualisiert werden, hat sich niemand beschwert. Die Leute, die am vehementesten dagegen sind, sind wahrscheinlich die, die später stundenlang davorsitzen werden. Zumindest sind es die, die sich vor ihrem eigenen Haus von einem Kamerateam filmen lassen und dabei bekräftigen, dass es für sie unerträglich wäre, wenn jeder ihr Haus sehen könnte. Im Fernsehen wissen die Leute (nur ein paar Millionen) nun auch gleich, wem die Bude gehört, dass sagt Streetview im Übrigen auch nicht.

Sicherlich gibt es berechtigte Kritikpunkte, aber Theorien über Einbrecher, die ihre Route per Streetview planen sollten doch im Reich der Mythen bleiben. Ich jedenfalls würde mich dabei nicht auf zwei Jahre alte Fotos verlassen, sondern einfach mal hinfahren :-)